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Ein Hai trägt dieselbe DNA in sich, egal ob er im Aquarium schwimmt oder im offenen Meer.
Im Aquarium wird er 20 Zentimeter groß. Im Meer zwei Meter.
Das ist eine schöne Metapher, die wir uns für unseren „Raum“ zu Eigen machen können.
Hast du das Becken, in dem du dich bewegst, schon einmal hinterfragt? Ob der Raum vielleicht auch für dich etwas zu eng ist?
Vielleicht kennst du das Gefühl, du kommst nicht wirklich vom Fleck, obwohl du an dir arbeitest, dich entwickelst, Neues dazulernst. Irgendetwas hält dich zurück, aber du kannst nicht genau sagen, was?
Dann lohnt es sich, nicht nur nach innen zu schauen, sondern auch nach außen. Auf dein Umfeld, auf die Gespräche, die du führst, auf das, was in deinem Alltag normal ist.
Warum das Umfeld so viel Macht hat
Wir passen uns an. Das Gehirn orientiert sich an dem, was es regelmäßig wahrnimmt. Was oft Thema ist, was oft gefühlt wird, was oft gesagt wird, das alles wird zur Normalität. Und an dieser Normalität richten wir unbewusst unsere eigenen Maßstäbe aus.
Die Psychologie nennt das soziale Konformität. Wir passen unser Verhalten, unsere Einstellungen und sogar unsere Ambitionen an das an, was in unserer Gruppe als normal gilt, weil dazuzugehören ein tiefes menschliches Bedürfnis ist. Das Gehirn ordnet soziale Zugehörigkeit als überlebenswichtig ein. Und es tut alles, um sie zu sichern, auch wenn das bedeutet, die eigenen Ziele leiser zu machen.
Ein Umfeld, das klein denkt, klein fühlt und klein handelt, zieht dich mit der Zeit nach unten. Das passiert nicht bewusst. Einfach durch die schleichende Anpassung, die passiert, wenn du dazugehören willst.
Und ein Umfeld, das groß denkt, groß fühlt und handelt, zieht dich mit nach oben, ganz unbewusst.
Auch in meinem Leben gab es Phasen, in denen ich mich in Umfeldern bewegte, wo Stillstand normal war. Was ja auch ok ist, wenn man keine größeren Ideen oder Ziele hat oder auch einfach mit seinem Leben zufrieden und glücklich ist. Jeder entscheidet dies ja selbst für sich und das ist auch gut so.
Auf alle Fälle prägt das und du fängst an, nach einiger Zeit deine eigenen Ziele auch kleiner zu formulieren.
Was passiert, wenn du zu lange im kleinen Becken schwimmst
Du merkst es nicht von heute auf morgen. Es passiert langsam.
Doch dann formulierst nach einiger Zeit deine Ziele vorsichtiger.
Du sprichst seltener über das, was du wirklich willst.
Du hörst auf, bestimmte Ideen laut auszusprechen, weil du weißt, wie sie ankommen werden.
Und irgendwann glaubst du selbst nicht mehr so richtig daran.
Das ist das Ergebnis von zu viel Zeit im falschen Raum. Dein Gehirn hat sich angepasst. Es hat gelernt, was hier normal ist. Und es hält dich darin.
👉Das Gute daran: Was gelernt wurde, kann auch verlernt werden. Aber dafür muss erst einmal klar sein, wo man gerade schwimmt.
Bei mir kam irgendwann der Punkt: Ich fühle mich zwar im Aquarium sicher, doch ich will trotzdem raus in den Ozean!
5 Dinge, auf die ich in meinem Umfeld heute achte
Das sind für mich mittlerweile Grundbedingungen, die ich nicht verhandle. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, wie wichtig sie sind. Heute sind sie nicht mehr wegzudenken.
👉 Wie wird über Erfolg gesprochen? Erfolg im Leben oder Business?
Wird Erfolg gefeiert oder abgewertet? Wird bewundert oder negativ kommentiert? Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist es aber nicht.
In einem Umfeld, in dem Erfolg abgewertet oder negativ dargestellt wird, passt du dich an, um dazuzugehören und das meistens, ohne es zu merken. Du fängst an, deinen eigenen Erfolg kleinzureden. Du hörst auf, offen über das zu sprechen, was du erreichen willst.
Ein Umfeld, das Erfolg als normal und erstrebenswert betrachtet, erlaubt dir, selbst größer zu denken und erfreut sich daran.
👉 Wie reagieren andere auf deine Ambitionen?
Bekommst du kleine Sticheleien? „Na, jetzt willst du aber hoch hinaus.“ Oder ein leises Lächeln, wenn du von deinen Zielen erzählst? Oder eine beiläufige Bemerkung, die dir das Gefühl gibt, du übertreibst? Das sind alles keine großen Angriffe. Es sind ganz kleine Stiche, die mit der Zeit jedoch ihren Eindruck hinterlassen.
Oder bekommst du ehrliche Neugier und Zuspruch? „Was brauchst du, um das zu erreichen?“ „Wie kann ich dich dabei unterstützen?“
Der Unterschied zwischen diesen beiden Reaktionen entscheidet darüber, ob dein Mut mit der Zeit größer oder kleiner wird.
👉 Wird über Menschen oder über Ideen gesprochen?
Ich achte heute sehr genau darauf, worüber in meinem Umfeld geredet wird. Über interessante Ideen, Erlebnisse, Wachstum und Möglichkeiten?
Oder eher über Menschen, die gerade nicht dabei sind?
Dein Gehirn orientiert sich an dem, was sehr oft Thema ist. Wer ständig in Gesprächen steckt, in denen Menschen kleingemacht werden, gewöhnt sich daran, die Welt durch diese Brille zu sehen. Und irgendwann siehst du auch durch diese Brille und redest auch eher über Menschen, statt über Möglichkeiten.
👉 Liegt der Fokus auf dem, was möglich ist, oder auf dem, was nicht geht?
Dauerjammern und Dauerklagen sind ansteckend. Das ist wissenschaftlich belegt. Achte mal drauf.
Negative Emotionen übertragen sich schneller und stärker als positive. Ich suche keine Menschen, die immer alles schönreden und ich brauche auch kein künstliches Dauerhoch. Aber ich empfinde es als angenehm, wenn Menschen genauso klar sehen können, was möglich ist, wie das, was schwierig ist. Ich finde, es ist wichtig, nicht bei jedem Rückschlag sofort aufzugeben und womöglich dann noch anderen davon abzuraten weiterzumachen.
Dein Gehirn verstärkt, worauf es regelmäßig gelenkt wird. Lenke es auf das, was möglich ist!
👉 Wie fühlst du dich nach dem Treffen?
Bist du nach einer Verabredung mit Freunden oder Kollegen kleiner, müder, angepasster? Hast du das Gefühl, du musst dich rechtfertigen für das, was du tust oder vorhast?
Oder bist du klarer, fokussierter, mit viel mehr Energie als vorher? Hast du das Gefühl, dass da jemand an dich glaubt?
Dein Körper lügt nicht. Er zeigt dir ziemlich genau, ob du gerade im Aquarium oder im Ozean warst. Hör auf ihn.
Wie du anfängst, deinen Raum zu verändern
Ich meine nicht, dass du jetzt alle Menschen aus deinem Leben streichen sollst, die nicht deinen Ambitionen entsprechen. So funktioniert das natürlich nicht und so ist das auch nicht gemeint.
Familie bleibt Familie! Ich finde, da ist es, wie es ist und das ist auch richtig so! 💛
Auch alte Freundschaften haben ihren Wert. Und nicht jeder Mensch in deinem Leben muss dieselben Ziele und Ambitionen haben wie du.
Du solltest auch mal nicht an Erfolg denken und über die vorbeikommende Frau mit dem komischen Hut richtig herzhaft lachen. Genau das ist auch unser Leben! Entspannung, Spaß, Humor.
Was du allerdings tun kannst:
- Du kannst jederzeit bewusster entscheiden, wem du wieviel Raum gibst.
- Mit wem du über deine Ziele sprichst.
- Wo du einen Großteil deiner Zeit verbringst.
- Und wo du aktiv nach Menschen suchst, die größer denken als du gerade.
Das kann eine Community sein. Ein Mentor. Ein einziger Mensch in deinem Leben, der dich nicht kleinhält, sondern weiterschiebt. Manchmal reicht das schon. Manchmal verändert genau dieser eine Mensch alles.
Also steck doch einfach mal den großen Zeh in den Ozean.
Aquarium oder Ozean?
Schau dir an, wo du gerade schwimmst. Schau, worüber ihr redet. Schau, wie du dich danach fühlst. Und frag dich ehrlich, ob dieser Raum groß genug ist für das, was du in deinem Leben wirklich erreichen willst.
Der Hai im Aquarium ist nur kleiner, weil sein Raum es nicht zulässt, dass er wächst.
Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag wieder ein paar interessante Gedanken, etwas Mut und echte Inspiration mitgeben! Vielleicht sehen wir uns demnächst.
Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche und bis bald. 💛
Karin Wortmann
by NewBestYou
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P.S.:
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